Herzkohärenz – Fühlen und Denken im Einklang

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Stell dir vor, es gäbe eine Wunderpille, mit der du super schnell entspannen und Stress reduzieren kannst, die dein Immunsystem stärkt, Schmerz und Ängste lindert, dein Gedächtnis verbessert und glücklich macht… Eine Pille dafür kenne ich nicht, aber genau das kannst du mit Herzkohärenz erreichen!

In diesem Beitrag erkläre ich dir, was Herzkohärenz bedeutet, wie sie wirkt, und wie man sie messen kann. Natürlich bekommst du auch wunderbare Übungen, die du gleich ausprobieren darfst.


Inhalt

Definition: Was ist Herzkohärenz?

Das elektromagnetische Feld des Herzens (Torusfeld) und seine ordnende Kraft

Wie wirkt Herzkohärenz?
– Stress führt zu Inkohärenz
– Wirkung von Herzkohärenz auf Körper, Geist und Seele

Herzkohärenz messen mit Herzratenvariabilität (HRV)

Übungen zur Verbesserung der Herzkohärenz
– Atemübung
– Visualisierung
– Instant Notfall-Tipp: 1 Minute Thymusklopfen

Wie ich dich mit Herzkohärenz-Training unterstützten kann



Definition: Was ist Herzkohärenz

Kohärenz ganz allgemein bezeichnet einen Zustand, in dem ein System keine oder möglichst wenig Energie verbraucht, oder im besten Fall sogar noch dazu gewinnt. Man könnte also sagen, Kohärenz herrscht, wenn „alles rund läuft“ und sämtliche Teile eines Systems perfekt aufeinander abgestimmt sind.

Der Begriff der Herzkohärenz ist ganz wesentlich vom HeartMath Institute in Kalifornien geprägt, das seit mehr als 25 Jahren die Wirkung von Meditation und bestimmten Atem- und Visualisierungsübungen auf die Stressresistenz und Gesundheit des Menschen erforscht.

Herzkohärenz beschreibt einen entspannten Zustand, in dem Herz und Gehirn, also unser Fühlen und Denken, im Einklang sind und optimal miteinander kommunizieren. Davon profitieren das gesamte Regulationssystem des Körpers (Blutkreislauf, Hormonsystem, Immun- und Nervensystem) und alle Organe. In diesem ausgeglichenen energetischen Status erleben wir ein hohes Maß an Resilienz (psychische Stärke), und die selbstregulatorischen Kräfte des Körpers können sich besser entfalten. Es fällt uns dann leichter, unser Leben nach unseren Vorstellungen freudvoll und kreativ zu gestalten.


Das elektromagnetische Feld des Herzens (Torusfeld) und seine ordnende Kraft

Spirituelle Traditionen betrachten das Herz schon seit jeher als emotionales Zentrum des Menschen und Verbindungsglied zum all-einen Bewusstsein. Doch auch neueste Forschungen konnten bestätigen, dass das Herz nicht nur eine „Blutpumpe“, sondern auch ein wichtiges Erkenntnisorgan und Sitz einer umfassenden Intelligenz ist.

In den letzten Jahren hat die Neurowissenschaft entdeckt, dass das Herz sein eigenes, unabhängiges Nervensystem hat, so dass man tatsächlich vom „Gehirn im Herzen“ sprechen kann.

Das Herz besitzt mindestens 40 000 Neuronen. Die Signale, die vom Herzen zum Hirn gesendet werden, beeinflussen viele Bereiche in den Hirnarealen, die sich auf unsere Emotionen und Instinkte auswirken, aber auch die Großhirnrinde, die unser Denken und die Vernunft beherbergt.

Das Herz kommuniziert mit dem Gehirn und dem übrigen Körper nicht nur neuronal (über Nervenimpulse), biochemisch (über Hormone und Neurotransmitter) oder biophysikalisch (über Druckwellen), sondern auch energetisch durch Wechselwirkungen im elektromagnetischen Feld.

Das elektromagnetische Feld des Herzens ist mit Abstand das stärkste des Körpers, circa 5000-Mal stärker als das des Gehirns!

Das Feld des Herzens strahlt in alle Richtungen bis zu drei Meter weit über den Körper hinaus. Wir sprechen vom Torusfeld, das wie eine Art Donut geformt ist.

Feedbacksystem zwischen Herz und Hirn

Wenn wir die Welt wahrnehmen und auf sie reagieren, beeinflusst das Gehirn über das Nervensystem das Schlagmuster des Herzens. Gleichzeitig erzeugt der Herzrhythmus Nervensignale, die zum Gehirn zurückfließen und so wiederum unsere Gefühls- und Denkprozesse beeinflussen.

Das Herz ist aufgrund seines starken elektromagnetischen Feldes der stärkste Schwingungsgenerator im Körper, daher kann es die übrigen Systeme in seinen Rhythmus ziehen.

Wenn wir Wertschätzung oder Dankbarkeit empfinden, synchronisiert sich das Gehirn (synchronisieren = angleichen) mit dem harmonischen Herzrhythmus. Dann breitet sich tiefe Entspannung aus, der Körper regeneriert sich, wir fühlen uns mit allem verbunden und sind offen für tiefe spirituelle Erfahrungen.

Du kennst diesen Zustand bestimmt von Phasen der Verliebtheit, Zeiten des inspirierten, kreativen Schaffens oder während intensiver Naturerlebnisse.


Wie wirkt Herzkohärenz?

Um die vielfachen positiven Wirkungen der Herzkohärenz zu beschreiben, sollten wir zunächst einen Blick darauf werfen, was im Körper geschieht, wenn wir im Stress sind. Stress verursacht nämlich Inkohärenz, also einen chaotischen Zustand, in dem die einzelnen Rädchen des Systems nicht mehr fließend ineinandergreifen.

Stell dir vor, dein Körper wäre ein großes Orchester. Wenn der Dirigent (das ordnende elektromagnetische Feld) abwesend, oder völlig verwirrt und schwach ist, dann spielt jeder was er will: Eine Kakophonie aus schrägen Tönen und unharmonischen Rhythmen.

Stress führt zu Inkohärenz

Von Stress sprechen wir, wenn wir eine Situation als so komplex und überfordernd wahrnehmen, dass wir sie nur schwer bewältigen können. All unsere Kraft und Aufmerksamkeit sind dann gefordert! Für eine gewisse Zeit erhöht Stress unsere Leistungsbereitschaft und Konzentration.

Wenn die belastende Situation aber über längere Zeit anhält, reagiert der Körper mit Symptomen wie Unruhe, Schlaflosigkeit, depressiver Verstimmung, chronischen Schmerzen und Infektanfälligkeit.

Chronischer Stress reduziert unsere Fähigkeit zu entspannen und zu genießen. Das Immunsystem und die Zellregeneration werden geschwächt. Wir gleichen mehr und mehr einem brodelnden Dampfkessel, der durch jeden weiteren kleinen Reiz zum Explodieren gebracht werden kann.

Zudem blockiert Stress einige unserer wichtigsten menschlichen Fähigkeiten wie liebevolle Zuwendung, Empathie, ganzheitliche Wahrnehmung und Kreativität.

Wir können das Schöne nicht mehr wahrnehmen, die innere Freude wird immer mehr getrübt, unsere Beziehungen leiden und wir verlieren mehr und mehr den Kontakt zu uns selbst.

Wirkung von Herzkohärenz auf Körper, Geist und Seele

Es konnte in vielen wissenschaftlichen Studien belegt werden, dass sich unser Herzrhythmus unmittelbar ändert, wenn wir uns auf unseren Herzbereich konzentrieren und ein „hochschwingendes“ Grundgefühl wie Liebe, Freude, Mitgefühl, Wertschätzung oder Dankbarkeit aktivieren.

Diese Emotionen reduzieren die Aktivität des Sympathikus (dieser Ast des Nervensystems wirkt anregend und setzt Stresshormone frei), und erhöhen die Aktivität des Parasympathikus (dieser Ast sorgt für inneren Frieden, Sicherheit, Entspannung und Regeneration). Zusätzlich verbessert sich das Gleichgewicht zwischen beiden Anteilen, so dass sie effizienter zusammenarbeiten.

Auf der Website von HeartMath Deutschland findest du eine interessante Auswertung von 32 Studien zur Wirkung der Herzkohärenz. Es konnte ein positiver Effekt auf eine Vielzahl von Beschwerden ermittelt werden: von Bluthochdruck über Asthma, Depressionen und Angst bis hin zu Schlafstörungen und posttraumatischem Stress.

Interessant ist, dass der Effekt der Übungen zumeist langanhaltend war und weit über die Übungszeit hinaus fortgedauert hat.


Herzkohärenz messen mit Herzratenvariabilität (HRV)

Die innere Kohärenz eines Menschen kann am Herzrhythmus gemessen werden, genauer gesagt anhand der Herzratenvariabilität (HRV). Diese misst die minimale Frequenzänderung zwischen den einzelnen Herzschlägen, und gilt als Spiegel unserer inneren emotionalen Verfassung und unserer Stressresistenz.

Früher nahm man an, dass eine streng gleichbleibende Herzfrequenz, die exakt wie ein Metronom getaktet ist, ein gutes Zeichen für Gesundheit sei. Seit einigen Jahrzehnten aber weiß man, dass ein gesundes Herz sich so flexibel seiner Umwelt anpasst, dass es zwischen jedem Schlag feinste Abweichungen gibt.

Die HRV reagiert sehr stark auf unsere Gedanken und Gefühle, und kann daher mit etwas Übung bewusst beeinflusst werden.

Bei der HRV-Messung wird dem Probanden ein kleiner Pulsmesser ans Ohrläppchen geklippst, der an den Computer angeschlossen ist. Ein spezielles Programm erfasst die Herzratenvariabilität und zeichnet eine entsprechende Kurve auf.

Nach einigen Minuten kann man eine Aussage darüber treffen, wie das Verhältnis zwischen kohärenten und inkohärenten Phasen aussieht – sprich: wie es um die Stressresistenz und innere Regulation bestimmt ist. An das HRV-Programm angeschlossen kann der Proband nun auch gut üben, mithilfe von Atemtechniken, Visualisierungen, Musik oder Meditation in einen entspannten, kohärenten Zustand zu kommen.


Übungen zur Verbesserung der Herzkohärenz

Atemübung

Regelmäßig praktizierte Atemübungen eignen sich hervorragend, um das Nervensystem zu entspannen und die Herzkohärenz zu verbessern.

Nimm dir ein paar Minuten Zeit und mache es dir an einem ruhigen Ort im Sitzen oder Liegen bequem. Entspanne deinen Kiefer, die Schultern und Arme, den Bauch, Beckenboden und Po, sowie die Beine und Füße.

Geh mit deiner Aufmerksamkeit zu deinem Atem und finde in einen ruhigen, gleichmäßigen Rhythmus. Atme z.B. auf 5 Zähleinheiten ein (durch die Nase), und auf 5 aus (durch den leicht geöffneten Mund oder Nase). Bleib dabei unbedingt entspannt, ohne einen Druck auf das Zwerchfell auszuüben oder den Schulterbereich zu verkrampfen! Wenn es sich gut anfühlt, kannst du das Intervall auch verlängern, oder etwas länger ausatmen als du einatmest.

Nimm dir mehrmals am Tag für ein paar Minuten Zeit für diese Übung.

Visualisierung

Bei dieser Übung stellst du dir vor, du würdest durch dein energetisches Herzzentrum in der Mitte der Brust ein- und ausatmen. Ganz ruhig und gleichmäßig, wie in der Atemübung zuvor. Wenn es für dich einfacher ist, kannst du auch eine Hand auf dein Herz legen.

Dann lass eine Herzensemotion wie Liebe, Mitgefühl, Dankbarkeit oder Freude in dir aufsteigen. Du kannst dabei gern an einen geliebten Menschen oder ein Tier denken, oder an eine Situation bzw. Erinnerung aus deinem Leben, für die du sehr dankbar bist oder die dich glücklich macht.

Bade in diesem wundervollen Gefühl und sieh vor deinem inneren Auge, wie sich dein Herzzentrum nach allen Seiten hin immer weiter ausdehnt. Fühl die Verbundenheit mit allem was ist. Bleibe so lange in dieser kleinen Meditation, wie du möchtest.

Zum Abschluss bringst du deine Aufmerksamkeit wieder in deinen Körper zurück und tauchst langsam aus der Entspannung auf.

Instant-Tipp zur Entspannung: 1 Minute Thymusklopfen

Die Thymusdrüse ist ein wichtiger Regulator für unser Nervensystem und kontrolliert die gesamte Körperenergie. Die kleine Drüse sitzt hinter dem Brustbein und erfüllt in der Kindheit wichtige Aufgaben fürs Immunsystem.

Wenn uns Stress, Angst, Selbstzweifel, Wut oder Empörung aus dem Gleichgewicht bringen, wird der Energiekreislauf des Körpers geschwächt, und unser „energetischer Schutzwall“ bricht zusammen. Durch das sanfte Klopfen oder Massieren der Thymusregion können wir uns sehr schnell wieder stabilisieren.

Klopfe mit deinen Fingerspitzen oder der lockeren Faust sanft gegen die obere Hälfte des Brustbeins und sprich dazu aus dem Herzen die folgende Formel:

"Ich bin voller Liebe, ich glaube und vertraue, ich bin dankbar und mutig."

Mach diese Übung immer wenn du dich gestresst fühlst oder aus deiner Mitte gefallen bist. Eine Minute reicht aus.


Wie ich dich mit Herzkohärenz-Training unterstützen kann

Das eigene Herz zu öffnen und sich wieder mit der Kraft der Liebe, der Dankbarkeit und Freude zu verbinden, gibt dem Leben so viel Qualität und Tiefe. Wir alle kennen diesen Ort in uns, der voller Wärme und Zärtlichkeit ist, und an dem wir ganz verbunden mit uns selbst und der Schöpfung sind.

Doch im Lärm des Alltags und im Bemühen um Anerkennung und Status verlieren wir diesen Ort allzu leicht. Dann bedarf es einer Wiedererinnerung und Rückbesinnung auf unsere wahre Essenz!

Egal wie sehr du dich selbst verloren hast, wie tief du im Stress, in Angst und Trübsinn steckst… Es gibt Wege zurück in die Lebendigkeit und Freiheit! Der Königsweg dorthin besteht für mich in Meditation, Achtsamkeit und Körpertherapie.

Die innere Erleichterung und vermehrte Kohärenz wirst du sicher schnell selbst fühlen. Wir können die Veränderung aber auch über regelmäßige HRV-Messungen und Biofeedback-Übungen verfolgen.

Sehr gern begleite ich dich auf diesem Weg. Nimm einfach Kontakt mit mir auf, und wir besprechen eine mögliche Zusammenarbeit.

Mit herzlichen und kohärenten Grüßen,
Christine

Hast du bereits Erfahrung mit der Herzkohärenz? Oder hast du schon eine der Übungen ausprobiert? Hinterlasse mir gern einen Kommentar. Ich freue mich, von dir zu lesen!

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